Buchungssatz

Ein Buchungssatz gibt an, welche Konten bei einer Buchung angesprochen werden und auf welcher Seite des betreffenden Kontos der Eintrag zu vermerken ist. Buchungssätze bilden demnach einen Geschäftsfall, also eine Buchung, in einem Unternehmen schriftlich ab. Wichtig hierbei ist, dass ohne Beleg keine Buchung vorgenommen werden darf.

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Um jegliche Geschäftsvorgänge im Blick zu halten, werden Buchungssätze als Teil der Buchhaltung im Grundbuch/Journal vermerkt. Diese Formulierung von Buchungssätzen aus Geschäftsfällen nennt man Kontierung.

Aufbau

Jeder Geschäftsvorgang muss mindestens auf zwei Konten im Soll und Haben verbucht werden. Ob sich die Konten im Soll oder im Haben verändern, hängt von der Kontenart ab. Hierbei Unterscheiden wir zwischen Erfolgskonten und Bestandskonten.

Bestandskonten bilden Geschäftsfälle ab, bei denen der Bestand verändert wird. Diese Art von Konto kann jedoch in zwei Subgruppen gegliedert werden: die Aktivkonten und Passivkonten. Dabei werden auf Aktivkonten Zugänge stets im Soll gebucht und Abgänge im Haben. Bei Passivkonten ist es genau umgekehrt: Zugänge im Haben und Abgänge im Soll. Bestandskonten sind in der Bilanz aufgeführt und werden über das Schlussbilanzkonto (SBK) abgeschlossen.

Doch was passiert wenn Geschäftsvorfälle keine Auswirkung auf den Bestand haben?

Trotz fehlender Auswirkung auf den Bestand wie bei z.B. Löhnen, tragen diese maßgeblich zum Erfolg des Unternehmens (also Umsatz/Gewinn) bei. Deswegen verbucht man diese Geschäftsvorfälle auf den sogenannten Erfolgskonten, welches Unterkonten des Bestandskonto  „Eigenkapital” sind und über die Gewinn- und Verlustrechnung abgeschlossen werden.

Buchungen auf zwei Konten

Sind nur zwei Konten von der Buchung betroffen, so ist die Form des Buchungssatzes ganz einfach:

Soll an Haben, Betrag

Das heißt an erster Stelle (links) stehen alle Konten, für welche der Geschäftsvorgang im Soll verbucht wird. Danach werden Geschäftsvorgänge im Haben rechts verbucht. An letzter Stelle wird der Betrag gegeben, welcher gebucht werden soll. Diese Form nennt man den einfachen Buchungssatz.

Beispiel: Kauf eines höhenverstellbaren Schreibtischs

Der gegebene Geschäftsfall lautet: Ein Schreibtisch wurde für 860€ in bar gekauft. Der daraus entstehende Buchungssatz:

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (FLL) an Kasse, 860€

Aus diesem Buchungssatz ergibt sich der folgende Buchungseintrag in den T-Konten:

Buchungssatz Beispiel 1

Buchungen auf mehreren Konten

Etwas komplizierter wird es, wenn mehr als zwei Konten von einem Geschäftsvorfall betroffen sind. Diese Art von Buchungssatz, dem sogenannten zusammengesetzten Buchungssatz, kommt in der Praxis jedoch deutlich häufiger vor, da oftmals mindestens eine Steuerart (z.B. UmSt) zu berücksichtigen ist. Denn hierbei werden auf einer oder auf beiden Seiten mehrere Konten gleichzeitig angesprochen, die an dem Geschäftsfall beteiligt sind. Die Buchungssumme wird jedoch ganz einfach für jedes Konto einzeln angegeben.

Beispiel: Verkauf eines Schreibtisches für 860€ brutto

Der gegebene Geschäftsfall lautet:  Verkauf eines Schreibtisches in Höhe von 860€ brutto.

Der dazugehörige Buchungssatz:

Buchungssatz Beispiel 2

Aufgepasst! Sobald mehrere Konten angesprochen werden, muss man genau darauf achten, dass bei jedem Konto auf der richtigen Seite gebucht wird.

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