• Eva Harmeling Content Creator Eva Harmeling
  • 01.12.21
  • 6 Minuten Lesedauer

Alles im Blick: Warum eine gute Liquiditätsplanung so wichtig ist

Liquiditätsplanung

„Geld regiert die Welt!“ – unbeliebte Plattitüde oder doch ein wahrer Kern? Für Unternehmen jedenfalls ist ein Finanzplan unerlässlich und Geld das Mittel, das sie am Leben hält. Umso wichtiger ist es, mit dem Cashflow auch den Puls des Unternehmens immer im Blick zu haben und so die Zahlungsfähigkeit zu garantieren. Welche Einnahmen sind zu erwarten und mit welchen Ausgaben müssen Sie rechnen? Wie wichtig eine gute Liquiditätsplanung ist, zeigen folgende Zahlen:

Unternehmen wie Airbnb und Uber sollen Teams mit über 200 Mitarbeiter:innen haben, deren Hauptaufgabe es ist, die finanzielle Gesundheit des Unternehmens in Echtzeit zu überwachen, sowohl den Barbestand als auch Einzahlungen und Auszahlungen.

Beeindruckend, oder? Ob Airbnb seine Liquiditätsplanung ganz klassisch mit einer Excel-Tabelle und dem Szenario-Manager bewältigt oder wie sich die Mitarbeiter:innen bei der Überwachung und Planung untereinander updaten, ist zwar nicht überliefert. Die Bedeutsamkeit der Liquiditätsplanung als Teil der Finanzplanung ist – für große Firmen, besonders aber auch für kleine und mittelständische Unternehmen – hier aber gut erkennbar.

Warum besonders für KMUs? Weil es gerade bei Unternehmen, die erst gestartet sind oder sich stark im Wachstum befinden, wichtig ist, den Cashflow zu kennen und zahlungsfähig zu bleiben. Kleine und mittelständische Unternehmen, die eigenfinanziert arbeiten, benötigen die Liquiditätsplanung, um Investitionen anzudenken und so die Weiterentwicklung der Firma zu sichern. Ihre Liquidität ziehen sie aus ihrem Gewinn plus Krediten. Start-ups und KMUs, die hingegen durch Investor:innen fremdfinanziert sind und in der Regel noch nicht profitabel agieren, benötigen den Liquiditätsplan, um Burn Rate und Runway zu berechnen und verschiedene Wachstumsszenarien zu erstellen und so die Weiterentwicklung des Unternehmens zu planen.

3 Gründe: Darum ist Liquiditätsplanung gerade jetzt so wichtig

Während in der Vergangenheit der Szenario-Manager in der Finanzplanung für viele Unternehmen vielleicht eher eine Spielerei war, hat die Pandemie und damit einhergehende Finanzkrise 2020 dem „Worst Case Szenario“ eine ganz neue Bedeutung gegeben. Homeoffice, Lockdown und unterbrochene Lieferketten haben viele Unternehmen unvorbereitet getroffen und für Umsatzeinbußen gesorgt. Wer ein dermaßen unvorhergesehenes Szenario im Liquiditätsplan berücksichtigt hat, dürfte hellseherische Fähigkeiten haben.

Doch aus solchen Krisen lernt man bekanntlich: Ein lückenloser und fehlerfreier Liquiditätsplan ist für Ihr Unternehmen heutzutage also wichtiger als je zuvor. Warum Sie gerade jetzt zum Jahresende noch einmal einen kontrollierenden Blick auf Ihre Zahlen und Szenarien werfen sollten?

  1. Vielleicht haben Sie im vergangenen Jahr weniger Umsatz gemacht und mussten einen Kredit aufnehmen? Beides beeinflusst Ihre liquiden Mittel und sollten für die nächste Periode und kommende Jahre berücksichtigt werden
  2. Ihr Team ist erneut oder weiterhin auf Büro und Homeoffice verteilt? Eine tägliche Aktualisierung Ihrer Liquiditätsplanung hilft, alle Finanzbeauftragten im Loop zu halten – noch besser ist ein Liquiditätsplan in Echtzeit
  3. Sie erkennen schon jetzt eventuelle Schwachstellen für das kommende Geschäftsjahr und können Ihre Strategie unter Berücksichtigung verschiedener Szenarien entsprechend darauf ausrichten

Mit einem gut geführten Liquiditätsplan starten Sie auch in unsicheren Zeiten mit dem genauen Wissen um Ihr Kapital und Liquiditätsreserven in das Jahr 2022.

Das gehört in eine Liquiditätsplanung – eine kurze Wiederholung

Im Liquiditätsplan werden lediglich zahlungswirksame Cashflows berücksichtigt. Dabei geht es besonders darum, das Timing der Einzahlungen und Auszahlungen richtig darzustellen. Das gehört in Ihre Liquiditätsplanung:

  • Vorab: Anfangsbestand in der Kasse und auf Konten
  • Alle Zahlungseingänge einer Planungsperiode (Bar- und Kassenbestand, voraussichtliche Eingänge durch Rechnungsstellung, Kredite, Steuererstattungen, etc.)
  • Auszahlungen wie Wareneinkauf, Personalkosten wie Gehälter und Sozialversicherungsbeiträge, Sonderzahlungen, Abos, Leasing, Kredit-Tilgung, Investitionen, etc.

Der Anfangsbestand plus die Zahlungseingänge, abzüglich der Ausgaben ergibt dann die kumulative Liquidität. Mit einem gut geführten Liquiditätsplan können Sie bekanntlich Risiken im Vorfeld erkennen und Liquiditätsengpässen frühzeitig entgegensteuern. Als Faustregel gilt: Die Liquiditätsreserve sollte mindestens für drei Monate reichen – nach der Finanzkrise 2020 und monatelangen Lockdown in vielen Bereichen empfiehlt sich künftig, wenn möglich, sogar eine noch größere Reserve. Allerdings sollte ein Unternehmen nicht zu viel Geld auf der hohen Kante liegen haben, sondern es sinnvoll im Unternehmen verteilen und investieren, um marktfähig zu bleiben.

Tschüss, Excel! Vorteile einer automatisierten Liquiditätsplanung

Eine wuchtige Excel-Tabelle, endlose Zeilen, gefüllt mit kleinteiligen Positionen. Für jeden Monat eine Spalte, für jedes Jahr ein neues Tabellenblatt. Viele Zahlen, wenig Übersicht – und wofür stand diese komplizierte Formel gleich nochmal? Kennen Sie das?

Im Idealfall handelt es sich bei dieser semi-automatisierten Excel-Konstruktion um eine gut gepflegte und möglichst aktuelle Liquiditätsplanung. Im schlechtesten Fall fehlen einzelne Positionen, weil der:die budgetverantwortliche Kolleg:in aus der Marketingabteilung gerade im Urlaub ist. Vielleicht hat sich beim Pflegen der Tabelle zwischen zwei Telefonaten ein Zahlendreher eingeschlichen. Möglicherweise hat der:die eine Kolleg:in die Einträge des:der Anderen überschrieben. Kleine Fehler, die auf dem Papier aber eine große Wirkung haben können. Dabei sollte die Liquiditätsplanung das wirtschaftliche Bestehen eines Unternehmens durch klare Angaben liquider Mittel und frühzeitiges Abschätzen von Risiken sichern – und nicht zu falschen Rückschlüssen führen.

Solche (zugegeben menschlichen) Fehler lassen sich vermeiden, wenn Sie von der alteingesessenen Excel-Tabelle zu einer Liquiditätsmanagement-Software wechseln, die nicht nur anschaulich Ihre derzeitige Liquidität abbildet, sondern auch ohne viel Aufwand Transparenz schafft über Einnahmen und Ausgaben – für alle Budgetverantwortlichen im Team, als auch für Entscheidungsträger:innen.

Vergleichen Sie Ihre Liquiditätsprognose mit verschiedenen Szenarien

Ihre Vorteile einer Liquiditätsplanung über die finway Software gegenüber Excel?

  • Alle wichtigen Daten sind für alle Kolleg:innen gleich einsehbar – es ist kein Austausch, Download und Upload von Excel-Tabellen und verschiedenen Datei-Versionen nötig und Fehler in den Excel-Formeln oder bei der Übertragung von Daten bleiben aus
  • Ihr Cashflow ist durch die Anbindung und Konsolidierung Ihrer Bankkonten in Echtzeit abrufbar und wird in einem intuitiven Dashboard mittels Diagrammen und KPIs visualisiert – Ihre Liquidität lässt sich unabhängig von Ihrer Branche eindeutig abbilden
  • Manuelle Dateneingabe, mehrfaches Aufrufen verschiedener Online-Banking-Seiten und aufwendige Cashflow-Kategorisierungen werden mit unserem Tool zur Liquiditätsplanung hinfällig – so haben Sie und Ihre Kolleg:innen mehr Zeit für die strategische Steuerung Ihres Unternehmens
  • Sie sehen im Tool auf einen Blick, wo sich Liquiditätsengpässe ankündigen. Ein Szenario-Manager, der in Excel noch aufwendig konfiguriert werden muss, lässt sich über das Tool intuitiv und unter Berücksichtigung Ihrer KPIs ganz einfach einrichten. So können Sie sowohl verschiedene Szenarien durchspielen, als auch direkt untereinander und mit Ihrem aktuellen Ist-Stand vergleichen

Mit dem smarten Liquiditäts-Tool von finway sehen Sie also zu jeder Zeit in Echtzeit das Wesentliche, nämlich wo Ihr Unternehmen gerade steht. Wir helfen Ihnen, das Beste aus Ihrem Liquiditätsplan herauszuholen und ermöglichen Ihnen so, auch die besten Finanzentscheidungen für Ihr Unternehmen zu treffen.

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