Bestellungen und Lieferungen

Warum offene Bestellungen Ihre Finanzplanung gefährden

Norman Rohr, CEO finway
  • Norman Rohr
  • 24.02.26
  • 5 Minuten Lesedauer

Offene Bestellungen (Purchase Orders, kurz POs) sind ein alltäglicher Bestandteil der Beschaffungsprozesse in mittelständischen Unternehmen. Doch was harmlos klingt, entwickelt sich oft zu einem unterschätzten Risiko für die Finanzabteilung. Wenn Bestellungen nicht rechtzeitig geschlossen werden – sei es, weil sie nicht vollständig abgerufen wurden oder schlicht vergessen gingen – entsteht ein Schatten im Reporting, der die Liquiditätsplanung und Gewinn- und Verlustrechnung verzerrt.

Dieser Artikel zeigt auf, warum das konsequente Schließen ungenutzter und veralteter Bestellungen für die Finanzsteuerung unverzichtbar ist. Außerdem erfahren Sie, wie moderne Software wie finway Ihrem Unternehmen hilft, den Überblick über ausstehende Bestellungen zu behalten und diese effizient zu schließen.

Das Problem mit offenen Bestellungen

Fehlende Transparenz im Bestellwesen

Viele Unternehmen arbeiten mit einem ausgefeilten Beschaffungsprozess, bei dem für jede größere Anschaffung eine Bestellung angelegt wird. Das schafft zunächst Struktur und Nachvollziehbarkeit. Doch mit der Zeit häufen sich die offenen POs – besonders dann, wenn Bestellungen nur teilweise abgerufen oder Projekte stillschweigend eingestellt werden.

Ein reales Beispiel: Ein großes Softwareunternehmen hatte regelmäßig eine dreistellige Anzahl offener Bestellungen in seinem System. Bei genauerer Prüfung stellte die Finanzabteilung fest, dass viele dieser POs nicht mehr genutzt wurden. Die Anforderer hatten schlicht vergessen, sie zu schließen.

Zwei zentrale Probleme für die Finanzabteilung

Wenn Bestellungen offen bleiben, obwohl sie nicht mehr benötigt werden, entstehen zwei ernsthafte Herausforderungen:

1. Rückstellungen und Abgrenzungen

Die Finanzabteilung muss klären, ob für den ungenutzten Betrag einer offenen Bestellung eine Rückstellung gebildet werden muss. Ist die Rechnung eventuell nur noch nicht eingetroffen? Oder wurde die Bestellung faktisch storniert, ohne dass dies im System dokumentiert wurde? Diese Unklarheit erschwert eine saubere Buchführung erheblich.

2. Verzerrte Liquiditäts- und Ergebnisplanung

Offene Bestellungen belasten die Planung. Solange eine PO im System als „offen“ geführt wird, muss der verbleibende Betrag in der Liquiditätsplanung und in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt werden. Das führt zu einem verzerrten Bild der tatsächlichen finanziellen Situation und erschwert fundierte Entscheidungen.

Warum das Schließen ungenutzter Bestellungen so wichtig ist

Saubere Finanzberichterstattung

Nur wenn alle ungenutzten oder veralteten Bestellungen zeitnah geschlossen werden, kann die Finanzabteilung ein verlässliches Reporting gewährleisten. Andernfalls werden Budgets fälschlicherweise als gebunden ausgewiesen, obwohl die Mittel längst anderweitig verwendet werden könnten.

Bessere Liquiditätssteuerung

Eine akkurate Übersicht über tatsächlich ausstehende Zahlungsverpflichtungen ist essenziell für die Steuerung der Liquidität. Offene, nicht mehr benötigte Bestellungen verfälschen diese Übersicht und können zu unnötigen Finanzierungsmaßnahmen oder falschen Investitionsentscheidungen führen.

Effizienzgewinn im Monatsabschluss

Der Monatsabschluss ist für viele Finanzabteilungen eine zeitkritische Phase. Wenn zahlreiche alte POs manuell geprüft und abgeglichen werden müssen, kostet das wertvolle Ressourcen. Ein sauberer Bestellbestand beschleunigt diesen Prozess erheblich.

Wie finway hilft, den Überblick zu behalten

Zentrales Dashboard für alle offenen Bestellungen

finway bietet ein übersichtliches Dashboard, das alle offenen Bestellungen auf einen Blick darstellt. Dabei werden wichtige Informationen wie der Anforderer, das Bestelldatum und der verbleibende Saldo angezeigt. So erkennen Sie sofort, welche POs möglicherweise veraltet sind.

Regelmäßiger Review-Prozess mit integrierter Kommunikation

Das Softwareunternehmen aus unserem Beispiel hat mithilfe von finway einen strukturierten Review-Prozess etabliert. In regelmäßigen Abständen werden alle offenen Bestellungen geprüft. Die Kommunikation mit den Anfordernden erfolgt direkt innerhalb der Plattform. Das spart Zeit und sorgt dafür, dass nichts untergeht.

Durch diesen Prozess konnte das Unternehmen die Anzahl alter, ungenutzter Bestellungen bis zum Monatsabschluss um 95 % reduzieren.

Automatisierung und Erinnerungen

finway unterstützt Sie dabei, Prozesse zu automatisieren. Erinnerungen an Anforderer, Bestellungen zu schließen oder den Status zu aktualisieren, lassen sich einfach einrichten. So wird das Thema nicht zur Nebensache, sondern bleibt kontinuierlich im Fokus.

Best Practices für das Management offener Bestellungen

1. Monatliche Reviews etablieren

Richten Sie einen festen Termin im Monat ein, an dem alle offenen Bestellungen geprüft werden. Involvieren Sie dabei die zuständigen Anforderer und klären Sie den Status jeder PO.

2. Klare Prozesse definieren

Legen Sie verbindliche Regeln fest, wann und wie Bestellungen geschlossen werden müssen. Schulen Sie Ihre Mitarbeiter entsprechend, damit das Schließen von POs zur Routine wird.

3. Technologie nutzen

Moderne Softwarelösungen wie finway nehmen Ihnen einen Großteil der administrativen Arbeit ab. Nutzen Sie diese Tools, um Transparenz zu schaffen und Ihre Finanzabteilung zu entlasten.

4. Verantwortlichkeiten klar zuweisen

Stellen Sie sicher, dass jede Bestellung einen klaren Verantwortlichen hat. Dieser sollte für das Schließen der PO zuständig sein, sobald sie nicht mehr benötigt wird.

Mehr als nur Ordnung: Strategische Vorteile

Das konsequente Schließen ungenutzter Bestellungen ist mehr als eine operative Notwendigkeit. Es schafft die Grundlage für eine präzise Finanzsteuerung und ermöglicht bessere strategische Entscheidungen. Unternehmen, die ihre Bestellprozesse im Griff haben, können schneller auf Marktveränderungen reagieren und ihre Ressourcen gezielter einsetzen.

Darüber hinaus stärkt ein sauberer Bestellbestand das Vertrauen interner und externer Stakeholder in Ihre Zahlen. Investoren, Geschäftsführung und Aufsichtsgremien erwarten verlässliche Daten – und die beginnen mit einer ordentlichen Verwaltung Ihrer Purchase Orders.

Kontrolle zurückgewinnen mit finway

Offene Bestellungen mögen auf den ersten Blick wie ein kleines organisatorisches Detail wirken. Doch wie das Beispiel des Softwareunternehmens zeigt, können sie erhebliche Auswirkungen auf Ihre Finanzplanung haben. Wer den Überblick verliert, riskiert verzerrte Budgets, unnötige Rückstellungen und ineffiziente Prozesse.

Mit finway erhalten Sie die Werkzeuge, um ausstehende Bestellungen systematisch zu überwachen und zu schließen. Das Ergebnis: mehr Transparenz, bessere Planung und ein deutlich effizienterer Monatsabschluss. Investieren Sie in einen klaren Prozess – Ihre Finanzabteilung wird es Ihnen danken.