Digitalisierung & Prozessoptimierung

Einkaufskosten senken: Der Hebel liegt im Prozess

Norman Rohr, CEO finway
  • Norman Rohr
  • 13.11.25
  • 6 Minuten Lesedauer

Viele mittelständische Unternehmen fokussieren sich auf Preisverhandlungen, um ihre Einkaufskosten zu senken. Es wird verhandelt, nachverhandelt und wieder nachverhandelt – oft für wenige Prozentpunkte Preisnachlass. Doch das größte Einsparpotenzial liegt häufig nicht im Preis, sondern im Prozess selbst. Ineffiziente Bestellprozesse verursachen immense versteckte Kosten, die Ihre Marge schmälern und wertvolle Ressourcen binden.

In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, warum eine durchdachte Prozessoptimierung der Schlüssel zur Kostensenkung ist und wie Sie mit digitalen Lösungen wie finway nicht nur Geld sparen, sondern auch Ihre Mitarbeiter und Lieferanten zufriedener machen.

Das versteckte Kostenpotenzial im Einkauf

Jede einzelne Bestellung in Ihrem Unternehmen durchläuft einen Prozess: von der Anforderung über die Genehmigung bis zur Rechnungsprüfung und Bezahlung. Besonders bei einer hohen Anzahl an Kleinbestellungen, dem sogenannten „Longtail“, summieren sich die Prozesskosten schnell.

Stellen Sie sich ein typisches Szenario vor: Ein Kunde hat tausende Bestellungen pro Jahr mit einem durchschnittlichen Bestellwert von 1.337 €. Wenn man von konservativ geschätzten Prozesskosten von 150 € pro Bestellung ausgeht, wird schnell klar, wo das Geld versickert. Diese Kosten entstehen durch manuelle Tätigkeiten, Medienbrüche, fehlende Transparenz und den damit verbundenen Zeitaufwand für Ihre Mitarbeiter. Jede kleine Bestellung kostet Zeit und Aufmerksamkeit, ohne einen direkten Mehrwert zu schaffen.

WeConsult  Procurement GmbH

Quelle: finway-Partner WeConsult Procurement GmbH, 13.11.2025

Wo genau entstehen die hohen Prozesskosten?

Die Kostenfallen im manuellen Bestellprozessen sind vielfältig. Sie reichen von unkontrollierten Einkäufen bis hin zu Fehlern in der Buchhaltung.

  • Maverick Buying: Mitarbeiter bestellen an den offiziellen Prozessen vorbei, oft zu überhöhten Preisen oder bei nicht gelisteten Lieferanten. Dies führt zu einem Mangel an Kontrolle und unvorhergesehenen Ausgaben.
  • Hoher manueller Aufwand: Die manuelle Erfassung von Bestellanforderungen, das Einholen von Genehmigungen per E-Mail, das Bearbeiten von Rückfragen und das Abtippen von Rechnungsdaten sind zeitaufwendig und fehleranfällig.
  • Fehlende Transparenz: Ohne ein zentrales System ist es für Geschäftsführer und Finanzleiter schwierig, den Überblick über offene Bestellungen, Budgets und die aktuelle Ausgabenlage zu behalten.
  • Mühsamer Rechnungsabgleich: Der manuelle Abgleich von Bestellung, Lieferschein und Rechnung (3-Wege-Abgleich) ist komplex und bindet wertvolle Kapazitäten in der Buchhaltung. Abweichungen führen zu aufwendigen Klärungsprozessen.
  • Verpasste Skonti: Durch langwierige Freigabeprozesse und manuelle Bearbeitung werden Zahlungsfristen oft nicht eingehalten, wodurch die Möglichkeit zur Skontonutzung verfällt.

Diese Ineffizienzen führen nicht nur zu direkten finanziellen Verlusten, sondern auch zu Frustration bei Mitarbeitern, die sich mit umständlichen Abläufen herumschlagen müssen.

Prozessoptimierung als Schlüssel zum Erfolg

Die gute Nachricht ist: Diese Kosten sind vermeidbar. Durch die Optimierung und Automatisierung Ihrer Bestellprozesse können Sie erhebliche Einsparungen realisieren, ohne auch nur einen Cent am Einkaufspreis zu verhandeln.

Stellen Sie sich vor, Sie könnten ein Drittel Ihrer Bestellungen vermeiden und bei den restlichen den Aufwand um ein Drittel reduzieren. Bei 3.000 Bestellungen im Jahr könnten so schnell Einsparungen von bis zu 250.000 € realisiert werden. Das ist Marge, die aktuell einfach auf der Strecke bleibt.

Konkrete Maßnahmen zur Prozessoptimierung:

  1.  Klare Einkaufsprozesse definieren und kommunizieren: Definieren, dokumentieren und kommunizieren Sie eindeutige Beschaffungsprozesse für Ihr Unternehmen. Klare, verständliche Verantwortlichkeiten und Rechte sichern die reibungslose Umsetzbarkeit.
  2. Prozesse digitalisieren und automatisieren: Nutzen Sie eine zentrale Plattform, die den gesamten Purchase-to-Pay-Prozess abbildet – von der Bestellung bis zur Zahlung.
  3. Auf digitale Belege umstellen: Erfassen und bearbeiten Sie alle Bestellungen, Lieferscheine und Rechnungen digital. Die Daten werden mit KI ausgelesen, im System gespeichert, vorkontiert und weiterverarbeitet, und sind – wann immer nötig – abrufbereit.
  4. Lieferanten und Lieferungen konsolidieren: Bündeln Sie Bestellungen und arbeiten Sie mit Händlern zusammen, die viele Lieferanten abdecken.
  5. Rahmenverträge nutzen: Schließen Sie Rahmenverträge ab und hinterlegen Sie die Konditionen zentral in einem System.

Der Weg zur Effizienz: Der Purchase-to-Pay-Prozess mit finway

Genau hier setzt finway an. Als KI-gestützte Purchase-to-Pay (P2P)-Lösung für den deutschen Mittelstand helfen wir Ihnen, Ihre Einkaufs- und Zahlungsprozesse zu digitalisieren und zu automatisieren. Mit finway steuern Sie alle Ausgaben zentral in einem System und gewinnen die volle Kontrolle zurück.

So funktioniert der automatisierte Prozess mit finway:

  • Bestellung: Erfassen Sie Bestellanträge direkt in finway oder laden Sie extern erstellte Bestellungen (POs) hoch. Alle relevanten Daten werden KI-gestützt bis auf Positionsebene ausgelesen. Automatisierte, mehrstufige Freigabeprozesse stellen sicher, dass Budgets eingehalten und Maverick Buying verhindert wird.
  • Lieferung: Lieferscheine werden einfach per App gescannt oder hochgeladen. finway liest die Daten automatisch aus und gleicht sie mit der passenden Bestellung ab. Sie sehen in Echtzeit, welche Mengen bereits geliefert wurden und was noch offen ist.
  • Rechnung: Eingehende Rechnungen werden automatisch mit Bestellung und Lieferung abgeglichen (3-Wege-Abgleich). Das System prüft auf Duplikate und fordert fehlende Freigaben selbstständig an.
  • Buchhaltung & Zahlung: Nach der buchhalterischen Prüfung zahlen Sie Rechnungen direkt aus finway und nutzen Skontovorteile optimal. Dank vordefinierter Regeln und der direkten DATEV-Anbindung wird die vorbereitende Buchhaltung zum Kinderspiel.
  • Berichte & Analysen: Sie erhalten jederzeit Echtzeit-Berichte zu Ihren Ausgaben und (geplanten) Budgets. Sie sehen auf einen Blick, was ausgegeben wird, wofür und an wen. Bestellungen und Ausgaben sind schon vor ihrer Freigabe transparent, sodass Sie unnötige Kosten vermeiden und die volle Kontrolle behalten.

Durch diesen durchgängig digitalen Prozess entlasten Sie Ihre Teams, senken die Kosten für Ihre Buchhaltung und das Steuerbüro und verhindern unnötige Ausgaben, bevor sie entstehen.

Ihr Gewinn: Mehr als nur Kosteneinsparungen

Die Einführung einer P2P-Lösung wie finway zahlt sich schnell aus. Unsere Kunden erreichen bis zu 6 % direkte Kosteneinsparung im Einkauf und reduzieren Maverick Buying um bis zu 77 %. Der Aufwand für das Steuerbüro kann um bis zu 40 % gesenkt werden.

Einkaufs- und Zahlungsprozess

Doch die Vorteile gehen über reine Zahlen hinaus. Optimierte Prozesse machen glücklich. Der Finanzleiter freut sich über die gesparten Kosten und die gewonnene Transparenz. Die Mitarbeiter in der Buchhaltung und im Einkauf werden von manuellen Routineaufgaben entlastet und können sich auf wertschöpfende Tätigkeiten konzentrieren. Und auch Ihre Lieferanten profitieren von schnelleren und zuverlässigeren Prozessen.

Bereit für den nächsten Schritt?

Hören Sie auf, Geld in ineffizienten Prozessen zu verbrennen. Verlagern Sie Ihren Fokus von zähen Preisverhandlungen auf die intelligente Optimierung Ihrer Abläufe. Der größte Hebel zur Senkung Ihrer Einkaufskosten liegt bereits in Ihrem Unternehmen.

Vereinbaren Sie eine kostenlose Demo und lassen Sie uns gemeinsam herausfinden, welches Einsparpotenzial in Ihren Bestellprozessen steckt.

Zusätzlich können Sie sich auch noch zu unserem nächsten Webinar am 03.12.2025 mit finway Geschäftsführer Norman Rohr und WeConsult Procurement GmbH Geschäftsführer Jan Lehmann anmelden um noch mehr Tipps für die praktische Umsetzung zu bekommen.