Unter dem Budget versteht man im weitesten Sinne den Geldbetrag, der einem Unternehmen frei zur Verfügung steht. Genau betrachtet ist das Budget jedoch der ausformulierte Gesamtplan von allen Ausgaben und Einnahmen. Demnach ist das Ziel der Budgetplanung zu klären, welche finanziellen Mittel im Unternehmen wo eingesetzt werden sollen, um die strategischen Langzeitziele zu erreichen. 

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Budgetplanung – eine kurze Definition

Haben Sie sich schonmal gefragt, wie ein:e Unternehmer:in entscheidet, wo genau und in welcher Höhe finanzielle Mittel in seinem:ihrem Unternehmen eingesetzt werden? Genau an dieser Stelle kommt die Budgetplanung oder das so genannte Budget ins Spiel.

Schon gewusst?  Für das Budget gibt es zwei sehr verschiedene Definitionen. Denn während man in der Finanzwissenschaft darunter einen Haushaltsplan versteht, welcher die öffentlichen Ausgaben und Einnahmen während eines Haushaltsjahres prognostiziert, verstehen die Betriebswirtschaftler:innen unter Budget den Gesamtplan aller erwarteten Ausgaben und Einnahmen

Der Budgetplan regelt also die kurzfristige Verteilung von Ressourcen in der nächsten Planungsperiode. Neben den finanziellen Faktoren, wird anhand von einem Budgetplan auch die Verfügbarkeit von Kapital, Maschinen sowie Personal und Ressourcen geplant. 

Somit ist die Budgetplanung sehr eng verbunden mit anderen Kontroll-Abteilungen eines Unternehmens, wie zum Beispiel dem Controlling

Arten einer Budgetplanung 

Neben der Ausrichtung des Budgets auch andere Faktoren neben finanziellen Ressourcen zu beachten, beinhaltet ein ordentlicher Budgetplan auch kleinere Unterpläne für die verschiedenen Bereichen des Unternehmens. Dazu zählen zum Beispiel das …

  • Materialplanung
  • Investitionsplanung
  • Absatzplanung
  • Produktionsplanung
  • Vertriebsplanung

Allgemein gilt es allerdings zwischen den drei Grundformen der Budgetplanung zu unterscheiden: der Strategischen, der Taktischen und der Operativen. 

Die operative Budgetierung

Beim operativen Budget liegt der Fokus darauf, konkret Ressourcen zuzuweisen und zu verplanen. Der Zeithorizont ist daher eher kurzfristig, meistens ein Jahr. Demnach werden bei der operativen Budgetplanung eher folgende, detaillierte und kurzfristige Fragen beantwortet:

Wo verwende ich welche Ressourcen?

Inwiefern hilft mir die Allokation der Ressourcen meine kurz- bis mittelfristigen Ziele zu erreichen?

Die taktische Budgetierung

Bei mittelfristigen Fragen kommt die taktische Budgetierung ins Spiel. Sie wird aus der strategischen Planung abgeleitet und bietet somit ein Maßband für operative Planungen. 

Die strategische Budgetierung

Das strategische Budget hingegen fokussiert sich auf einen deutlich weiteren Zeithorizont, meistens von 1-5 Jahre. Somit ist die Langzeitplanung das Kernelement und fragen wie … 

Wie ermögliche ich den größtmöglichen Erfolg für mein Unternehmen?

Wie erreiche ich meine Langzeit-Ziele?

Wie bleibe ich profitable?

Die verschiedenen Vorgehensweisen in der Budgetplanung 

Um die Budgetplanung richtig anzugehen, gibt es die folgenden, verschiedene Planungsarten:

  • Bottom-Up-Budgetierung
  • Top-Down-Budgetierung
  • Gegenstromverfahren
  • Zero-Based-Budgeting

Bottom-Up-Planung

Bei der Bottom-Up-Planung, oftmals auch als progressive Budgetierung bezeichnet, handelt es sich um eine Budgetierung die von, wie der Name bereits suggeriert, Unten nach Oben. Dabei werden die benötigten Budgetvorstellungen von den einzelnen Bereichen zusammen addiert, bis daraus ein großes Gesamtbudget entsteht. 

Top-Down-Planung

Bei der Top-Down-Methode ist es genau andersherum: Auf Grundlage von strategischen Zielen, wird vom Management das Gesamtbudget auf die einzelnen Teilbereiche des Unternehmens aufgeteilt. Ein typisches Beispiel ist hierfür eine Entscheidung des Vorstands über das Jahresbudget sowie über aktive Stellen in der Controlling-Abteilung in einem Unternehmen.

Gegenstromverfahren

Eine Kombination aus den zwei Methoden der Bottom-Up und der Top-Down Budgetplanung, liefert das sogenannte Gegenstromverfahren. In dieser Methode wird zuerst anhand von Top-Down eine Budgetvorgabe erstellt. Danach jedoch wird in Form der Bottom-Up-Methode Feedback zu dieser Vorlage gegeben, welches später eingearbeitet wird. Aus diesen zwei “Gegenströmungen” soll somit ein gemeinsamer Nenner der beiden Strategien gefunden werden, mit welchem alle Beteiligte zufrieden sind. 

Zero-Based-Budgetierung

Die sogenannte Zero-Based-Methode ist momentan sehr im Kommen, da sie vorschlägt, die Budgetpläne jedes Jahr auf einer Null-Basis (Zero-Base) anzusehen. Das heißt, statt auf den Daten und Budgetierungen der Vorjahre aufzubauen, planen die Unternehmer:innen das Budget komplett neu. 

Schon gewusst? Doch warum die Zahlen des Vorjahres wie in der obigen Methode ignorieren? Mit dieser Art der Budgetierung wird verhindert, dass wie es häufig der Fall ist, zum Jahresende große Teile des Budgets genutzt werden, um im nächsten Jahr wieder das Gleiche Budget zur Verfügung zu bekommen. 

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