KI bei finway

KI bei finway: Mehr als nur ein Buzzword

Norman Rohr, CEO finway
  • Norman Rohr
  • 28.11.25
  • 5 Minuten Lesedauer

Kundennutzen und User Experience stehen an vorderster Stelle

Künstliche Intelligenz ist in aller Munde. Manchmal fühlt es sich an, als ob jedes Unternehmen, das etwas auf sich hält, mit KI-Features wirbt. Doch oft bleibt unklar, welchen konkreten Nutzen diese Technologien im Geschäftsalltag wirklich bringen. Insbesondere im Finanzbereich und in der Kreditorenbuchhaltung wird viel über KI gesprochen, aber nur wenige setzen sie so ein, dass sie echten Mehrwert für die Kunden schafft.

Bei finway setzen wir schon seit unserer Gründung auf künstliche Intelligenz – nicht als Marketing-Gag, sondern als integralen Bestandteil unserer Lösung. Für uns steht der Kundennutzen und eine herausragende User Experience immer an erster Stelle. KI ist dabei ein Mittel zum Zweck, um Prozesse einfacher, schneller und sicherer zu machen. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, wie KI die Kreditorenbuchhaltung und den Purchase-to-Pay-Prozess (P2P) revolutionieren kann und wie wir bei finway diesen Weg schrittweise gegangen sind, um heute eine durchdachte und wertstiftende Lösung anzubieten.

Warum KI in der Buchhaltung oft falsch verstanden wird

„In the finance world, artificial intelligence is like teenage s**… Everyone is talking about it, few people are doing it… and those who are doing it are usually doing it badly.“

Dieses Zitat, frei nach Steve Gibson, trifft den Nagel auf den Kopf. Der Hype um künstliche Intelligenz führt dazu, dass Unternehmen schnell Lösungen implementieren, ohne den tatsächlichen Bedarf ihrer Kunden zu verstehen. Das Ergebnis sind oft komplizierte Funktionen, die mehr Probleme schaffen als sie lösen.

Unser Produktleiter, Alex Palaioroutas, bringt es auf den Punkt:

„In 99,5 % der Fälle liefert KI perfekte Ergebnisse. Aber wenn KI falsch liegt, dann mächtig gewaltig.“

Diese Erkenntnis hat unseren Ansatz von Anfang an geprägt. Statt auf spektakuläre, aber unzuverlässige KI-Features zu setzen, haben wir uns auf bewährte, pragmatische Anwendungsfälle konzentriert, die im Alltag von mittelständischen Unternehmen einen spürbaren Unterschied machen.

Unser Weg zur intelligenten Automatisierung: Die drei Stufen der KI-Implementierung

Wir haben KI nicht über Nacht in alle Bereiche unserer Software integriert. Unser Vorgehen war ein schrittweiser Prozess, der sich an der Komplexität und dem unmittelbaren Kundennutzen orientierte. Diese Reise lässt sich in drei Phasen unterteilen.

Stufe 1: Punktuelle Lösungen für sofortige Effizienzgewinne

Am Anfang standen gezielte, kleine Anwendungsfälle, die wiederkehrende und fehleranfällige manuelle Aufgaben eliminieren. Der Fokus lag hier auf der intelligenten Datenerfassung.

Anwendungsfälle:

  • Automatisiertes Auslesen von Dokumenten: Rechnungen, Bestellungen und Lieferscheine kommen in unterschiedlichsten Formaten und Qualitäten an. Unsere KI-gestützte OCR (Optical Character Recognition) liest alle relevanten Daten – wie Lieferant, Rechnungsnummer, Beträge und einzelne Positionen – automatisch und zuverlässig aus. Das funktioniert auch bei mehrsprachigen Dokumenten oder schlechter Scan-Qualität.
  • KI-gestützte Suche: Anstatt sich durch Ordner und Archive zu wühlen, können Sie in finway einfach nach einem Lieferanten, einer Produktbezeichnung oder einer Rechnungsnummer suchen.

Diese punktuellen Lösungen schaffen eine solide Grundlage, indem sie die Datenqualität erhöhen und den manuellen Erfassungsaufwand drastisch reduzieren.

Stufe 2: Automatisierte Workflows für nahtlose Prozesse

Sobald die Daten digital und strukturiert vorliegen, können ganze Prozessketten automatisiert werden. In dieser Phase haben wir die KI genutzt, um die Zusammenarbeit zwischen Teams, Abteilungen und Standorten zu optimieren.

Anwendungsfall:

  • Intelligente Genehmigungsprozesse: Anstatt Rechnungen manuell an die richtige Person weiterzuleiten, erkennt unser System anhand von Kriterien wie Kostenstelle, Abteilung oder Lieferant, wer für die Freigabe zuständig ist, und leitet den Workflow automatisch ein.

Durch die Automatisierung dieses Workflows werden Prozesse nicht nur schneller, sondern auch transparenter und weniger fehleranfällig.

Stufe 3: Komplexe Anwendungsfälle für strategische Einblicke

In der höchsten Ausbaustufe geht die KI über die reine Prozessautomatisierung hinaus. Sie wird zu einem intelligenten Assistenten, der Muster erkennt, auf Risiken hinweist und fundierte Prognosen erstellt.

Anwendungsfälle:

  • Mustererkennung (z.B. 3-Way-Matching): Die KI gleicht Bestellungen, Lieferscheine und Rechnungen auf Positionsebene ab (3-Way-Match). Sie erkennt Abweichungen bei Mengen oder Preisen sofort und markiert die entsprechenden Dokumente zur Überprüfung.
  • Analysen und Vorhersagen: Indem die KI alle Finanzdaten analysiert, kann sie präzise Prognosen zum Mittelabfluss und zur Liquidität erstellen. Sie liefert Ihnen eine Echtzeit-Vorausschau Ihres Budgetstatus und unterstützt Sie so bei der strategischen Finanzplanung.

Diese komplexen Anwendungen verwandeln Ihre Finanzabteilung von einer reaktiven Verwaltungseinheit in einen proaktiven, strategischen Partner für die Geschäftsführung.

Der finway-Ansatz: Kundennutzen vor KI-Hype

Wie Sie sehen, ist KI für uns kein Selbstzweck. Jede Funktion, die wir entwickeln, muss eine klare Antwort auf die Frage geben: „Welches Problem löst das für unsere Kunden?“ Wir glauben, dass die beste Technologie die ist, die man gar nicht bemerkt – weil sie einfach funktioniert und den Arbeitsalltag spürbar erleichtert.

Unsere langjährige Erfahrung zeigt, dass ein schrittweiser und durchdachter Ansatz der Schlüssel zum Erfolg ist. Wir haben uns bewusst dafür entschieden, mit einfachen, aber extrem nützlichen Funktionen zu starten und die Komplexität langsam zu steigern. So konnten wir sicherstellen, dass unsere KI-Lösungen nicht nur leistungsstark, sondern auch zuverlässig, verständlich und einfach zu bedienen sind.

Für mittelständische Unternehmen wie Ihres ist finway der ideale Einstieg in die Welt der KI-gestützten Finanzprozesse. Sie profitieren von einer schnellen Implementierung, einer geringen Investition und direkten, messbaren Resultaten – wie bis zu 6 % direkter Kosteneinsparung im Einkauf und 77 % weniger Maverick Buying.

Machen Sie den nächsten Schritt

Sind Sie bereit, die Potenziale der künstlichen Intelligenz auch für Ihre Kreditorenbuchhaltung und Ihren Purchase-to-Pay-Prozess zu nutzen? Entdecken Sie, wie Sie mit einer durchdachten Automatisierungslösung Zeit sparen, Kosten senken und die volle Kontrolle über Ihre Ausgaben gewinnen.

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